Meine Biografie

Biografie Wolfgang Sacher

Saison 2012

6. Platz im Teamsprint

Unser Teamsprint war heute das letzte Rennen auf der Bahn. Ich startete mit meinen Teamkollegen Tobias und Steffen.  Wir fuhren zum ersten Mal in dieser Kombination. Wir starteten als  Vierte und fuhren kurzfristig (bis das nächste Team fuhr) Paralympischen Rekord! Am Ende belegten wir in einer Zeit von 56.011 Sekunden den 6.Platz vo  12 Teams. Nach den Plätzen 11 (1km) und 9 (4 km) war das für mich ein sehr versöhnlicher Abschluss der Bahnevents.

Wolfgang Sacher, Steffen Warias u. Tobias Graf

 

Im Velodrom herrschte täglich eine bomben Stimmung, denn jeder Sportler wurde von den 6000 Besuchern angefeuert. Das war bisher einzigartig und schon gigantisch!  Ich habe mich auch sehr über die vielen aufmunternden Worte die ich per Mail, SMS und über Facebook bekommen habe, sehr gefreut.

Ich bin sehr stolz darauf, so viele Freunde und Bekannte zu haben, die mir – auch ohne Edelmetall gewonnen zu haben – eine sehr gute Leistung bestätigen und mich immer wieder  beglückwünschen.

Vielen, vielen Dank an Euch!

 

Teamsprint heute um 12.30 Uhr MEZ

In 20 Minuten geht es in das Velodrom, dem absoliten Hexenkessel. Das letzte Mal, dann sind die Bahnwettkämpfe für uns abgeschlossen. Gegen 11.30 Uhr (MEZ 12:30 Uhr) fahre ich mit Tobias Graf und Steffen Warias den Teamsprint!

Daumen drücken und live dabei sein (Link oben).

9. Platz in der Bahnverfolgung

Heute hatte ich die Bahnverfolgung über 4 Kilometer. Mit einer Zeit von 4:51 Minuten belegte ich den 9. Platz. Im Vergleich zur Bahn-Weltmeisterschaft im Februar in Los Angeles fuhr ich  zwar 5 Sekunden schneller, aber trotzdem bin ich nicht ganz damit zufrieden. Das Video vom Rennen ist unter http://www.facebook.com/Paralympicsieger zu sehen.

Aber was ansonsten so passierte, war schon krass! Michael Gallagher (AUS) fuhr neuen Weltrekord in 4:30 Minuten. Der Zweit- und Drittplatzierte jeweils 4:35 Minuten. Willkommen im Profisport. Radsportler wir ich, die das nebenei betreiben, haben da keine Chance mehr. Mit Talent und rd. 15-20.000 Kilometern im Jahr kann man da nicht mehr mitfahren. Man muss sich spezialisieren. Entweder Bahn oder Straße!

Aber das sollen die Jüngeren nun entscheiden. Cathal Miller (44 Jahre) und ich (45,5 Jahre) werden zumindest das Bahnrad an den Nagel hängen.

Die zwei Oldies (Cathal Miller,Irland, und ich)

Zwar gibt es in Deutschland derzeit keinen besseren in meiner Klasse, aber Medaillenchance habe ich da keine mehr. Und nach unserem Fördersystem ist damit eine Teilnahme an solchen Events auch nicht mehr möglich!

Morgen gegen 11.30 Uhr (BRD 12:30 Uhr) fahre ich mit Tobias Graf und Steffen Warias den Teamsprint!

11. Platz im 1 km Zeitfahren

Heute hatte ich meinen ersten Auftritt im Velodrom. Eigentlich müsste man sagen im Hexenkessel mit 7.000 Besucher. Eine abartige Stimmung! Vollen Respekt den Engländern! Sie feuern und feiern nicht nur ihre Sportler, sondern jeden Sportler gebührend. So etwas hat es vorher noch nie gegeben. Ein einmaliges Erlebnis.

Mein Rennen verlief in den zusammengelegten Klassen C4 und C5 wie vorgestellt. In einer Zeit von 1:11,019 Minuten überquerte ich die Ziellinie und belegte kurzzeitig den 2. Platz. Doch es war klar, dass ich dann durchgereicht werde. Letztendlich belegte ich den 11. Platz. Damit bin ich sehr zufrieden, denn gegen Spezialisten habe ich mit einer Hand keine Chance. Es siegte der Spanier mit neuem Weltrekord in 1:05,597 Minuten!

Für Aufregung sorgte der bis dahin amtierende Weltrekordhalter Judy Cundy (GBR). Er klickte am Start aus dem Pedal und durfte den Start nicht wiederholen!

Morgen geht es weiter mit der Bahnverfolgung. Ich fahre das Head 3 gegen Wolfgang Eibeck. Start ist gegen 11:45 Uhr.

1 Kilometer Zeitfahren – Freitag, 14:24 Uhr (BRD 15:24 Uhr)

Morgen geht´s los. Um 15:24 Uhr deutscher Zeit! Hier der Link zur Startliste:
http://www.london2012.com/paralympics/cycling-track/event/men-individual-c4-5-1km-time-trial/

Traumhaft, wunderschön und gigantisch!

Im Olympiastadion angekommen!

Vor 4 Jahren in Peking bei den Paralympics durfte bzw. wollte ich nicht zur Eröffnungsfeier, weil ich am nächsten Tag die Bahnverfolgung über die 4 Kilometer hatte. Damals war es die richtige Entscheidung; sie wurde auch mit Silber belohnt. Seit gestern weiß ich aber, was mir da entgangen ist!

Wie soll ich das alles beschreiben? Unmöglich!

In dem Moment, in dem man den Innenraum des Stadions mit den 80.000 Menschen betritt, ist man einfach sprachlos. Gefühle strömen durch den Körper, die einerseits eine riesige Freude bedeuten und andererseits aber auch die Momente der jahrelangen harten Arbeit, Revue passieren lassen. Die Tränen stehen einem in den Augen! Ich habe in diesem Moment feststellen müssen, dass es sich gelohnt hat.

Gleichzeitig motiviert so ein Fest für die bevorstehenden Wettkämpfe und läßt gleich wieder Gedanken an Rio 2016 – die nächsten Paralympics – erwachen!

Ich habe viele, viele Momente mit meiner Kamera aufgezeichnet. Einige Videos habe ich mir Heute noch einmal angeschaut. Wahnsinn!

Erich Winkler und ich vor der Paralympischen Flamme!

Besondere Momente genießt man am besten mit guten Freunden!

Heute geht es zur Eröffnungsfeier!

Am Vormittag war ich noch einmal kurz im Velodrom, um mein Wettkampfmaterial zu testen. Die Stimmung ist in der Mannschaft gut und die Nervosität hält Einzug. Einige von uns haben Morgen die ersten Wettkämpfe und ich darf heute Abend zur Eröffnungsfeier gehen.

Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren. Man hört Ansagen und Musik vom Stadion her. Es wird gigantisch!

Aber: So wie es derzeit aussieht fällt die Eröffungsfeier ins Wasser! Sie fällt sicher nicht aus, aber es regnet in Strömen! Es wäre natürlich super, wenn es noch aufhört zu regnen und wir im Trockenen Einmaschieren können. Wir ziehen um 19.45 Uhr vom Paralympischen Dorf los und sind nach kurzem Fußweg in ca. 10 Minuten im Olympiastadium. Aber sicher ist, dass wir uns warm Anziehen müssen!

Im Dorf aklimatisiert!

Drei Tage bin ich nun schon im Paralympischen Dorf und habe mich aklimatisiert. Alles gesehen habe ich aber noch nicht, weil natürlich unsere Wettkampfvorbereitung vor geht. Heute war das letzte Bahntraining. Teamsprint mit Tobias Graf und Steffen Warias.

Nach dem Mittagessen habe ich mit Steffen noch einen Spaziergang gemacht. Es ist schon sehr groß das Paralympische Dorf und bietet für die Athleten nicht nur umfangreiche Verpflegung, sondern auch Fitnessstudios, Animations- und diverse Relaxbereiche. Die Souveniershops habe ich noch nicht gesehen. Da muss ich noch hin und ein paar Erinnerungsstücke kaufen.

Natürlich lernt man auch Sportler anderer Sportarten und Länder kennen. das ist das schöne an den Paralympics!

Sportler aus Nigeria!

Morgen steht die große Eröffnungsfeier bevor! Ein Ausblick aus unserem Zimmer auf das Olympiastadion seht ihr hier.

In London angekommen!

Die Anreise verlief sehr gut. Am Flughafen wurde wir herzlich empfangen. Die Akkreditierung wurde gleich am Flughafen durchgeführt. Das war anders in Vergleich zu Peking 2008.

Unsere Wohnung ist nicht ganz so groß wie in Peking. Die WG für 14 Tage: Sacher/Winkler, Warias/Graf und Teuber/Jeffre. Wobei Sacher/Winkler anscheinend das Kinderzimmer zugeteilt bekommen haben. 2 Betten, 2 Nachtkästchen. Auf den Schrank wurde mangels Platz verzichtet! Weiterlesen

Jetzt gehts nach London!

Die Koffer sind gepackt! 4 Räder, diverse Ersatzlaufräder und 3 Taschen gehen heute auf die Reise nach London zu meinen letzten Paralympischen Spielen. Um 13.15 Uhr startet der Flieger. Ich halte euch auf dem Laufenden!

 

Die Spiele in London sind auf Rekordkurs: sportlich, medial und wirtschaftlich! Die XIV. Paralympischen Spiele in London werden dabei die größten in ihrer Geschichte: Mehr als 4.200 Sportler aus erstmals 162 Nationen gehen in 20 Sportarten mit 503 Entscheidungen an den Start. Bereits heute sind rund 1,8 Millionen, der zwei Millionen Eintrittskarten verkauft, so dass die Paralympics in diesem Jahr auf dem Weg sind die ersten ausverkauften Spiele in der Geschichte zu werden. Rund 6.500 akkreditierte Journalisten, davon rund 180 aus Deutschland plus rund 200 Mitarbeiter von ARD und ZDF, werden dafür sorgen, dass die Bilder in die Welt getragen werden. Für die Eröffnungs- und Schlussfeier der Paralympics rechnet das erstmals gemeinsame Organisationskomitee LOCOG mit rund 750 Millionen Zuschauern weltweit. Der britische Sender Channel 4 bewirbt die Spiele medial mit dem Titel „Meet the superhumans!“, treffe die Supermenschen. Ein Blick auf YouTube ist mehr als lohnenswert.

Der gemaue Zeitplan auf der Webseite defr ARD:  http://olympia.ard.de/london2012/paralympics/zeitplan/zeitplan185.html?datum=2012-09-01

Einfach das Datum in der Leiste oben anklicken. Ich starte in der Klasse C5!