Meine Biografie
Biografie Wolfgang Sacher

Kanada – 8. Tag, Strassenrennen

22.08.2010: Jetzt komme ich dazu Euch etwas zum Strassenrennen zu schreiben. Zwischenzeitlich bin ich auch wieder zurück in Deutschland, im schönen Penzberg.

Wir (die Klassen C4 und C5) hatten auf der sehr anspruchsvollen Rundstrecke von 79,8 Kilometer 7 Runden zu fahren. Sieben mal den Berg hinauf. Das war der Platz zum attackieren. Gleich in der ersten Runde wäre mein Rennen fast zu Ende gewesen. Nach 4 Kilometern gab es am Anstieg zum Berg einen Massensturz. Der Spanier Aramburu Laso kam im Feld zu Fall und nahm dabei Bastiaan Gruppen (NED) und Gruz Grzegorz (POL) mit. Michael Gallagher und ich konnten gerade noch rechtzeitig bremsen und einen Sturz vermeinden. Das Feld war aber weg und wir mussten schauen, dass wir nicht abgehängt werden. Gut 4 Kilometer brauchte ich um den Anschluss in der Hauptgruppe wieder zu haben.

Ab der zweiten Runde wurde ständig attackiert. Wie gewohnt von den stärkeren Fahrern der Klasse C4. Perez Neira (ESP) und Gianluca Fantoni (ITA) setzten sich ab dieser Runde ab (beide Klase C4). Jetzt wurde das tempo von Jiri Jezek (CZE) und Roberto Alcaide (ESP) hoch gehalten. Die zwei schenkten sich nichts. Wir hatten zu kämpfen am Hinterrad zu bleiben. Das ging so bis in die Runde 6.

Hier schafften es 4 Fahrer der Klasse C5 sich abzusetzen. Bis kurz vor Schluss fuhren diese weg. Bis auf 30 Meter kamen wir bei der letzten Kuppe, die ein Kilometer vor dem Ziel lag, noch ran. Nr Soelto Gohr schaffte es dem Feld rechtzeitig zu folgen. Ich lag im vorderen Bereich des Hauptfeldes. sdie Medaillenplätze waren zwar schon weg, aber Platz 5 wäre noch drin gewesen. Im Sprint drückte mich aber Roberto Alcaide in die Pilonen der mittleren Strassenbegrenzung. Ich musste Bremsen und neu Antreten. Bis ich wieder das nötige Tempo für den sprint erreichte, war es auch schon vorbei. Letztendlich reichte es für der 12. PLatz. Gewonnen hatte 3 Brasilianer. So etwas darf natürlich auch nicht passieren. Da haben alle etwas geschlafen!

Es ist bitter, dass ich nach nun 5 Jahren zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft leer ausgehe. Aber mit meiner Leistung bin ich trotzdem sehr zufrieden. Das Niveau steigt ständig und die Abgrenzung zum Profisport ist gering.  Dazu kommt, dass viele neue Fahrer mit einem Minimal-Handicap dabei sind. Die Klassifizierung ist sehr schwierig. Alle Medaillensgewinner in unserer Klasse haben eine leichte Bewegungseinschränkung – meisten – im Ellenbogen. Das wars! Trotzdem konnte ich im Zeitfahren mit dem 4. Platz zeigen, dass mit mir weiterhin zu rechnen ist.

Die Saison ist damit vorbei!

DANKE an alle die mir während dieser Woche die Daumen gedrückt haben!

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