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Biografie Wolfgang Sacher

Paralympics Peking – Tagebuch Teil 3

Wenn es um das Thema Essen geht, gleicht das Olympische Dorf einem Schlaraffenland: Ein komplettes Programm internationaler Spezialitäten wird den Sportlern geboten, von der klassischen mediterranen Küche bis hin zu den ausgefallensten asiatischen Gerichten. Egal ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen – jeder Athlet soll sich bei Olympia wie zu Hause fühlen. Da macht es keinen Unterschied, ob man jetzt aus Deutschland oder Südafrika kommt.

Bei der riesigen Auswahl an Köstlichkeiten ist aber auch Vorsicht geboten: Die restlichen deutschen Sportler und ich haben von ihrem Verband die ausdrückliche Anweisung bekommen, nur bekannte Speisen zu sich zu nehmen: So kurz vor den Wettkämpfen etwas neues auszuprobieren, kann schnell zu Magen-Probleme führen – und damit eine Medaille kosten.

Aufpassen sollen wir aber auch beispielsweise vor Manipulationen. Aus dem Grund nehme ich nur frische und verschlossene Getränke zu mir. Sobald eine angebrochene Flasche vor mir steht, die ich nicht zu 100 Prozent im Blick hatte, hole ich mir eine neue. Das selbe gilt auch für das Essen.

Die Medaillen bei Olympia sind leider Gottes so hart umkämpft, dass manche Teilnehmer auch unfaire Mittel einsetzen, um auf dem Podium zu stehen.

Ich kann mich mit so einer Denkweise nicht anfreunden. Immerhin geht es um den sportlichen Vergleich und nicht um irgendetwas anderes. Dennoch muss ich mich damit abfinden. Bei den Olympischen Spielen nutzt jeder alle seine Möglichkeiten aus – manche Athleten leider auch die unfairen …

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