Meine Biografie
Biografie Wolfgang Sacher

Europacup Terchova

Einzelzeitfahren

Im letzten Jahr hatten wir das ganze Wochenende nur mit Regen und Kälte zu kämpfen. Jetzt machte uns die Hitze zu schaffen. Das Einzelzeitfahren begann um 13 Uhr. Ich startete um 13:03 Uhr. Es war die gleiche Strecke wie letztes Jahr zu fahren (11 km, 155 hm). Ich war sehr aufgeregt. Ist ja bei mir nichts Neues. Kurz nach dem Start stach mich eine Biene oder Wespe in den linken Oberschenkel. Das brannte heftig. Ich glaubte im Laufe des Rennens, dass ich auch immer langsamer wurde. Mein Puls war enorm hoch. Im Durchschnitt hatte ich einen Puls von 182! Bei der letzten Steigung meinte ich fast zu stehen. Um die letzt Kehre fuhr ich mit 15 km/h herum.

Das Gefühl sagte mir, dass es wohl nichts wird mit einer Wiederholung des letzten Jahres und damit dem 1. Platz im Einzelzeitfahren. Gerade auch, weil Roland Nosian sich in bester Verfassung zeigte. Er hatte einerseits ein Heimspiel und gleichzeitig war das für ihn auch die Slowakische Meisterschaft. Nach der Verkündung des Ergebnisses war ich sehr überrascht, dass ich doch noch mit 18 Sekunden Vorsprung vor Roland Platz 1 belegen konnte. Im Vergleich zum letzten Jahr war ich 56 Sekunden schneller. Dies ist jedoch nicht auf eine bessere Leistung sondern auf das bessere Wetter zurück zu führen.

Straßenrennen

Insgesamt waren in der Gruppe LC 1 neun Fahrer am Start. 4 Slowaken, 2 Tschechen, 2 Deutsche und 1 Kanadier. Es bahnte sich ein heißes Rennen an. Die Slowaken waren so stark vertreten, weil mit diesem Rennen gleichzeitig die Slowakische Staatsmeisterschaft ausgetragen wurde.

Ich hörte dieses mal auf unsere Betreuer Klaus und Tobias. Sie gaben mir den Rat es langsam angehen zu lassen und nicht von Beginn an Tempo zu machen. Das kam mir auch gelegen, weil ich mich nicht so gut fühlte. In den ersten beiden Runden wurde nur etwas abgetastet. Roland Nosian fuhr stets vorne weg. Gelegentlich suchten mich seine Blicke. Wir haben uns im letzten Jahr zusammen vom Feld abgesetzt und den Sieg unter uns ausgemacht. Sollte es 2006 auch so laufen?  Wolfgang Stöckl war vorne im Feld zu finden und ich hielt mich am hinteren Ende des Feldes auf.

In der dritten Runde wurde das Tempo erhöht. Die Slowaken griffen an! Jeder vermeintlich Versuch das Feld zu sprengen konnte abgewehrt werden. Am Ende der dritten Runde, im Anstieg zur Kehre, startete Roland einen weiteren Angriff. Er, sein Landsmann, Patrik Chlebo, der Tscheche, Jiri Kalousek, und ich konnten ihm folgen. In der vierten Runde, fast an der gleichen Stelle, gab mir Roland ein Zeichen. Er setzte sich von den beiden ab und ich zog von letzter Stelle ihm hinterher. Roland hatte wirklich gute Beine. Ich habe Probleme gehabt das Tempo im Windschatten zu halten.

Bergab übernahm ich das Kommando. Wir konnten uns von Chlebo und Kalousek gut absetzen. In der letzten Runde wechselte ich mich mit Roland in der Führung gut, so dass wir einen Vorsprung von  fast 2 Minuten heraus fuhren. Kurz vor dem Ziel war ich in der schlechten Position. Roland fuhr hinter mir, ich drehte mich immer um. Wann kommt der Angriff? Als ich mich nach  Links umsah, fuhr Roland rechts vorbei. Ich setzte nach und konnte ihn kurz vor der Ziellinie noch stellen. Glück gehabt! Letztlich konnte ich, wie im Vorjahr, die lange Heimreise mit zwei Siegen in der Tasche antreten. Gleichzeitig übernahm ich damit auch die Führung in der Europacupwertung!

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