Meine Biografie
Biografie Wolfgang Sacher

Gesamtsieg bei Europacup in Gippingen /Schweiz

Weg von der Radrennbahn und auf die Straße. Nach der Deutschen Meisterschaft machte ich mich auf den Weg in die Schweiz. Gegen 23 Uhr bin ich nach 4-stündiger Autofahrt in Waldshut-Tiengen angekommen. Am Freitag, den 04.06.2010, startete ich dann um 14:22 Uhr beim Einzelzeitfahren. Die Temperaturen waren im Vergleich zur Bahn zwischenzeitlich um fast 50 % gestiegen. Sind das gute Voraussetzungen?

Es war mein erster internationaler Wettkampf in meiner neuen Handicap-Klasse C4. Die neue Rennstrecke war an sich ganz gut, lediglich der während des Rennens fortlaufende Straßenverkehr bereitete einigen Fahrer Probleme. So passierte mir es zwei Mal, dass ich in einer abschüssigen Passage LKWs vor mir hatte. Das kostete ein paar Sekunden.
Trotzdem lief es vom Gefühl her sehr gut. Die Zeit bestätigte mein Gefühl. Zwar rechnete ich nicht damit, dass ich auf Platz 1 fuhr, aber die Freude war natürlich groß.

Das Feld war zwar sehr gut besetzt, aber meine größten Konkurrenten Jiri Jezek, Carol Novak und Roberto Alcaide fehlten. Eine Hausnummer war jedoch bisher Manfred Gattringer. Er besiegte bereits Novak und lag beim Europacup in Piacenza nur 4 Sekunden hinter Jezek. Insofern war ich mit meiner Zeit von 21:53 Minuten über die 16,2 Kilometer – Gattringer lag 17 Sekunden hinter mir – sehr zufrieden.

Am Samstag, den 05.06.2010, folgte dann das Straßenrennen über 60 Kilometer und fast 1.100 Höhenmeter. Die Streckenbesichtigung am Vortag machte mich etwas nachdenklich. Kann ich da mithalten, dachte ich mir. Der lange Anstieg war die Passage der Entscheidung. Wer da nicht dran bleiben kann, wird nicht vorne dabei sein und um den Sieg fahren.

Genau so ist es dann auch gekommen. Insgesamt waren 6 Runden auf dem Kurs zu fahren. Die ersten zwei Runden waren zum Einfahren. In der dritten Runde wurde dann am Berg attackiert. In der Gruppe der Klasse C5 und C4 waren insgesamt 35 Fahrer, davon 10 Deutsche. In der dritten Runden ging ich mehrmals über meine Grenzen und konnte mich als einziger in der Spitzengruppe halten. Das dann auch bis zum Schluss.

Im Sprint belegte ich dann den 3. Platz mit einer hundertstel Sekunde Rückstand auf den Sieger Jiri Bouska und dem zeitgleichen Jirka Lubos.

In der Gesamtwertung sicherte ich mir damit den Sieg vor dem Spanier Cesar Neira und meinem Freund Manfred Gattringer (AUT).

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